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Bergische Streifzüge 3 – Heimatweg in Wipperfürth

11,1 Kilometer

3 Stunden und 1 Minuten

↗ 150 m ↘ 150 m

ÖPNV:

PKW: Parkplatz Marktplatz, Wipperfürth

Zusammenfassung der Wanderung

Die „Bergischen Streifzüge“ sind 24 Themenwanderungen des „Bergischen Wanderlandes“. Neben den Streifzügen, die allesamt Rundwege sind, gibt es auch noch die beiden Fernwanderwege „Bergischer Weg“ und „Bergischer Panoramasteig“. Die Streifzüge sind meist zwischen 4 und 16 Kilometer lang und führen auf abwechslungsreichen durchs Bergische Land. Die Wege sind mit einem roten Wanderzeichen und der entsprechenden Zahl durchgehend und gut markiert. Darunter sind auch sechs Familienwege, auf denen Infotafeln und interaktive Stationen Kinder und Erwachsene zum Entdecken einladen. Wer mehr über die Bergischen Streifzüge erfahren möchte kann den Übersichtsflyer oder die einzelnen Steckbriefe einsehen.

„Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt, die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt…“ So beginnt das Bergische Heimatlied, dessen Strophen den Wanderer auf dem „Heimatweg“ durch die älteste Stadt des Bergischen Landes begleiten. Die Infotafeln am Weg bringen dem Wanderer Land, Leute und Bergische Besonderheiten näher. Neben den Ausblicken über das Bergische Land können Sie bei diesem Weg auch Einblicke in andere Regionen des Bergischen Landes erleben.

An einer Audiostation können Sie sich das Bergische Heimatlied in drei verschiedenen Interpretationen anhören.“ (Heimatweg)

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Typ: Rundwanderung
  • Highlights: Wipperfürth, Neyetalsperre, Wupper, Wipper
  • Einkehrmöglichkeiten: –
  • Verpflegung: Rucksackverpflegung (Wasser und Snack)
  • Kurzbeschreibung: Abwechslungsreiche Wanderung die ihren Ausgangs- und Zielpunkt in Wipperfürth hat. Wasser ist ein prägendes Element und so geht es erst entlang der Wupper bzw. Wipper und kurze Zeit später über schöne Feld- und Waldwege zur Neyetalsperre hinauf. Dabei bieten sich viele Möglichkeiten die Weitsicht im Bergischen Land zu genießen. Der Rückweg führt dann über einen kleinen Höhenkamm wieder hinab ins beschauliche Hansestädtchen Wipperfürth. 

Weitere Bergische Streifzüge

Beschreibung der Wanderung über den Heimatweg

Das Bergische Heimatlied gibt es in verschiedenen Interpretationen. Das Lied wurde zum ersten Mal 1892 vorgetragen und sollte die Merkmale und Charakteristika des Bergischen Landes wiedergeben. Dazu schrieb Rudolf Hartkopf sechs Strophen, während Casper Joseph Brambach die dazugehörige Melodie entwickelte (Wikipedia). Von dem Bergischen Heimatlied gibt es verschiedene Versionen, in denen sich bestimmte Strophen des Heimatliedes besungen werden. Für mich passen am besten die erste, zweite und fünfte Strophe zum Bergischen Land. Und die Inhalte finden sich auch auf dieser Wanderung wieder. Hach, das Bergische Land ist schon schön.

Blick auf den Wipperfürther Kirchturm

Das Bergische Heimatlied: Strophe 1

„Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt. Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain. Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand, |:da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.:|“

Von Wipperfürth aus starten wir auf eine tolle Runde. Nach einer ersten Erkundung des Städtchens führt der Weg aus Wipperfürth heraus und wir folgen dem Wanderzeichen – der weißen 3 auf roten Grund.

Wanderzeichen Bergischer Streifzug 3

Dabei geht es für ein kurzes Stück entlang eines süßen Bächleins, dem Gaulbach, der kurze Zeit später in die Wupper übergeht. Diese überqueren wir kurze Zeit später.

Brücke über die Wupper

Und die Wupper rauscht für ein kurzes Stück an unserer Seite. Es bilden sich kleine Inselchen im Fluss, es gibt gemütliche Bänke und eine Aussichtsplattform.

Übrigens, wo wir gerade an der Wupper sind. Muss Wipperfürth denn nicht eigentlich Wupperfürth heißen, wenn die Stadt doch direkt an der Wupper liegt? Nein, keine Sorge, Wipperfürth muss nicht unbenannt werden. Denn von der Quelle in Marienheide bis Wipperfürth heißt die Wupper Wipper. Und ab Wipperfürth fließt die Wipper als Wupper weiter. Also, wenn ihr genau hinschaut, findet ihr bestimmt noch ein paar Wipper-Wasserteilchen.

Kurze Zeit verlassen wir die Wupper und es geht zwischen hügeligen Wiesen etwas bergauf.

Erinnert ein bisschen ans Auenland

An dieser Stelle streifen wir den Bergischen Panoramasteig. Der 244 Kilometer lange Fernwanderweg führt durch das Bergische Land. Gerne erinnere ich mich an meine beiden bisher gewanderten Etappen zurück, welche mich von Ründeroth nach Lindlar und von Lindlar nach Biesfeld führten. Das sollte ich unbedingt demnächst mal fortsetzen, denn auf eine der nächsten Etappen würde der Weg mich als auch an Wipperfürth vorbeiführen. Die Etappenorte besitzen jeweils einen Etappenstein, welcher den Wanderer mit einem klugen Spruch begrüßt: „Die einzige Welt, in der einer ganz er selbst sein kann, ist die Natur“. Puh, da kann man drüber nachdenken …

Etappenstein Wipperfürth BP

Der Pfad führt bergauf und oben angekommen lohnt es sich, auch mal den Blick zu wenden und in die Ferne schweifen zu lassen.

Blick vom Hambüchen

 

Das Bergische Heimatlied: Strophe 2

„Wo die Wupper wild woget auf steinigem Weg. An Klippen und Klüften sich windet der Steg. Wo der rauchende Schlot und der Räder Gebraus,die flammende Esse, der Hämmer Gesaus Verkünden und rühmen die fleißige Hand: |:Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.:|“

Nun geht es in das erste größere Waldstück und gerade diese Vielseitigkeit im Bergischen macht es so Besonders. Gemütlich vor sich hin fließende Flüsse, bergige Landschaften mit weiten Blicken und sehr viele Waldgebiete, wo man sehr gerne verweilt. Dieses Waldgebiet grenzt direkt an die Neyetalsperre.

Jede Stadt braucht seine Talsperren und so wurde die Neyetalsperre 1908 als Trinkwassertalsperre für Remscheid errichtet. Heutzutage ist es nur noch eine Brauchwassertalsperre, das heißt das ihr nur noch in Zeiten von Trinkwasserknappheit Wasser entnommen werden sollen. Mal schauen, wie viele Dürresommmer hierzu noch nötig sind.

Und während früher das Wasser für den Antrieb von Hämmer und Kotten (Industriegeschichte im Gelpetal) und damit für die Werkzeugherstellung genutzt werden, ist heutzutage die Trinkwassernutzung eine fast noch wertvollere Ressource für das Bergische Land.

Die Neyetalsperre in ihrer vollen Prach

Das Bergische Heimatlied: Strophe 3

„Wo so wunderbar wonnig der Morgen erwacht, im blühenden Tale das Dörfchen mir lacht, Wo die Mägdlein so wahr und so treu und so gut, Ihr Auge so sonnig, so feurig ihr Blut,Wo noch Liebe und Treue die Herzen verband:|:Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.:|“

Entlang des Neyebachs (wieder ein kleiner Bach) geht es nun weiter und wir überqueren ihn an einer schönen Stelle. Von hieraus geht es wieder zurück auf den Höhenzug, den wir vorhin in den Wald verlassen haben. Hier stoßen wir auf das Ommer Kreuz. Und genießen erneut den Ausblick. Dann geht es über kleine Feldwege hinab ins Tal. Nun ist es hier kein Dörfchen, dass auf uns wartet. Sondern die Hansestadt Wipperfürth, unser Start- und Zielort.

Blick in die Ferne schweifen lassen

Hansestadt? Ja, du hast richtig gelesen. Normalerweise kennt man Hansestädte aus dem Norden. Bremen, Hamburg, Lübeck und Rostock sind hier einige prominente Beispiele. Aber auch Wipperfürth darf sich seit 2012 so nennen. Und zwar weil es ab dem 14. Jahrhundert Mitglied der Hanse war. Aber ihr dürft jetzt keine Hoffnung haben, eine Hanse-Kogge auf der Wupper schiffen zu sehen.

In Wipperfürth angekommen geht es durch die nette Altstadt, wo Cafés und Eisdielen darauf warten, euch zu belohnen. Hier kann das muntere Treiben besichtigt werden, bevor wir die letzten Meter zum Marktplatz zurücklegen und unser Ziel erreichen.

Komoot Wanderdetails

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