Bergische StreifzügeBergisches LandProjekteRundweg

Bergische Streifzüge 4 – Obstweg Leichlingen

8,75 Kilometer

2 Stunden und 23 Minuten

↗ 120 m ↘ 120 m

Anreise: Wuppertal Hbf – Leichlingen Bf (RB48)

Rückreise: Leichlingen Bf – Wuppertal Hbf (RB48)

Zusammenfassung der Wanderung


Die „Bergischen Streifzüge“ sind 24 Themenwanderungen des „Bergischen Wanderlandes“. Neben den Streifzügen, die allesamt Rundwege sind, gibt es auch noch die beiden Fernwanderwege „Bergischer Weg“ und „Bergischer Panoramasteig“. Die Streifzüge sind meist zwischen 4 und 16 Kilometer lang und führen auf abwechslungsreichen durchs Bergische Land. Die Wege sind mit einem roten Wanderzeichen und der entsprechenden Zahl durchgehend und gut markiert. Darunter sind auch sechs Familienwege, auf denen Infotafeln und interaktive Stationen Kinder und Erwachsene zum Entdecken einladen. Wer mehr über die Bergischen Streifzüge erfahren möchte kann den Übersichtsflyer oder die einzelnen Steckbriefe einsehen.

Dieser Streifzug begleitet große und kleine Wanderer auf eine Entdeckungstour durch die Geschichte(n) des Apfelanbaus und zeigt, wie facettenreich die Nutzung dieser Obstart durch den Menschen war und ist. Nicht nur Kinder im Grundschulalter können auf den Infotafeln viel selber lesen und lernen, auch Erwachsene erfahren Spannendes zum Thema.

Am Wegesrand sind des Weiteren zwei Audiostationen angebracht, die Märchen und Gedichte rund um den Apfel und die Birne abspielen. (Obstweg).“

  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Typ: Rundwanderung
  • Highlights: Leichlinger Stadtkern, Marly-le-Roi-Brücke, Obstbäume, Apfelstationen, Ausblick auf Köln und Düsseldorf
  • Einkehrmöglichkeiten: Verschiedene Restaurants und Cafes im Stadtkern (u.a. Café am Stadtpark)
  • Verpflegung: Rucksackverpflegung (Wasser und Snack)
  • Kurzbeschreibung: Der erste Kilometer dient als Art Zubringer vom Bahnhof zum Startpunkt der Tour. Von hier geht es durch den altern Dorfkern und kurze Zeit später über einen schmalen Pfad steil hinauf zu den ersten Obstwiesen. Auf schönen Wirtschaftswegen geht es nun durch süße, kleine Ortschaften, entlang von Obstwiesen und durch kleine Waldstücke. Gegen Ende führt der Weg hinter Bergerhof wieder hinab nach Leichlingen, wo sich erneut ein faszinierender Blick bis auf den Kölner Dom bietet.

Komoot Wanderdetails


Beschreibung der Wanderung

Weihnachten 2019 ist vorbei und was kann es da besseres geben, als die Wanderschuhe zu schnüren und sich sich nach dem gemütlichem Zusammensein und dem vielen leckeren Essen endlich mal wieder ordentlich zu bewegen. Vor kurzem war ich auf die „Bergischen Streifzüge“ gestoßen, die über das gesamte Bergische Land verteilt sind. Der Obstweg in Leichlingen ist da von Wuppertal aus gesehen am leichtesten zu erreichen, vor allem da der Weg in Bahnhofsnähe beginnt und wir somit auf einer Anfahrt mit dem Auto verzichten und stattdessen die Bahn nehmen können.

Zwar begrüßte uns das Wetter mit wolkenverhangenem Himmel, aber die Sicht war gut und immerhin begrüßten uns keine kleinen Regentropfen, als wir im Bahnhof Leichlingen aus der RB48 ausstiegen. Bis zum Einstieg in den Obstweg ist es von hier aus ein guter Kilometer, der einem entlang des Friedhofs hinab zur Innenstadt in Leichlingen und zur Wupper führt. Die überquerten wir über die Marly-le-Roi-Brücke, welche 1926 als sechste Brücke an dieser Stelle erbaut und nach der französischen Partnerstadt benannt wurde.

Nach der Brücke bogen wir links ab und stoßen am Eingang zum Dorf Leichlingen auf den Startpunkt des Obstweges, der mit einem roten Zeichen markiert ist. Es gibt noch einen weiteren, etwas längeren und älteren Obst, welcher mit einem schwarzen Apfel markiert ist und womit bei Wunsch die Strecke verlängert werden kann.

Nachdem wir den netten Ortskern durchquert hatten, bogen wir schon alsbald nach rechts in den Wald ab, in dem ein steiler, aber spannender Waldpfad auf uns wartete, der uns schwer atmend nach kurzer Zeit auf einen breiten Wirtschaftsweg zwischen Obstwiesen ausspuckte. Nicht nur Snooker gefiel dieses neue Panorama.

Wirtschaftsweg mit Obstwiese

Während wir diesem folgten und nach und nach über interessante Infotafeln stolperten, die viel über das Kulturgut der Streuobstwiesen beizutragen hatten, bot sich auf einmal ein Blick auf die Kölner Bucht, wo wir sogar trotz des schlechten Wetters den Kölner Dom relativ gut ausmachen konnten. Kurze Zeit später konnten wir von einer anderen Stelle sogar gleichzeitig den Düsseldorfer Fernsehturm ausmachen. Eine echt beeindruckende Fernsicht.

Den Kölner Dom im Blick (schemenhaft im Hintergrund)

Die Streuobstwiesen selber sind im Winter natürlich im Winter nicht so beeindruckend wie im Frühling, Sommer oder Herbst, so dass es sich wahrscheinlich anbietet, diesen Weg zu einer anderen Jahreszeit nochmal zu gehen. Auf den Streuobstwiesen wurde meist die traditionelle Art des Obstanbaus betrieben, welcher nach und nach vom modernen und intensiven Obstanbau verdrängt wird. Das bedeutet gleichzeitig einen Rückgang und Verschwinden von vielen lokalen und einmaligen Obstsorten, so dass beispielsweise bei den Apfelsorten nur noch einige wenige Sorten den kompletten Markt bestimmen. An vielen Stellen, wie in Leichlingen, wird aber versucht dieses Kulturgut zu erhalten. Mich würde einmal interessieren, in wie fern sich diese Äpfel geschmacklich vom Supermarkt-Apfel unterscheiden?

Nun ging es immer weiter entlang winterlicher Streuobstwiesen, durch kleine nette Ortschaften mit schönen Häusern und ab und zu durch kleine Waldstücke.

Blick hinab auf eine kleine Ortschaft

Dabei sind entlang des Weges an verschiedenen Standorten (insgesamt 5) Stationen aufgebaut, die zumeist kindgerechte Informationen über Themen rund um den Apfel bieten. Sei es die Bedeutung als Symbolik, als Nahrungsmittel oder die Verwendung in Mythen und Geschichten.

Kurz vor Ende bot sich noch einmal ein fantastischer Blick auf die Kölner Bucht und auch Leichlingen gerät wieder ins Blickfeld. Nun heißt es abzusteigen und das Ende eines sehr schönen Weges zu erreichen.

In Leichlingen kehrten wir noch auf einen leckeren Kaffee im Café am Stadtpark ein, bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten und mit der RB 48 ins heimatliche Wuppertal zurück fuhren.

Ein sehr schöner Weg und ein Bergischer Streifzug der im wahrsten Sinne Appetit auf die anderen Wege macht.

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

3 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

[…] für heute ist ein strahlendblauer Himmel und Sonne en masse angesagt. Perfekt also, um nach dem Obstweg einen weiteren Bergischen Streifzug auszuprobieren. Wir starten auf dem Parkplatz am Rösberg, […]

[…] Bergischer Streifzug 4: Obstweg […]

[…] Bergischer Streifzug 4: Obstweg […]