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Durchs Ittertal auf die Königshöhe – eine frühsommerliche Wanderung

14,4 Kilometer

3 Stunde und 31 Minuten

4,5 km/h

↗ 330 m ↘ 180 m

Niedrigster Punkt: 120 m

Höchster Punkt: 300 m

Anreise: Wuppertal Hbf – Haan Bf (RB48)

Rückfahrt: Rhönstraße – Wuppertal Hbf (613)

Zusammenfassung der Wanderung



Wuppertal und Haan – in einem Satz. Das kann nichts gutes heißen. Automatisch durchforstet dein Gehirn deine Erinnerungen und stößt auf die A46. Stau. Stress. Einfach nicht schön. Aber es geht auch anders. Vom Haaner Bahnhof wollen wir das idyllische Tal der Itter durchschreiten und entlang des Flusses den angenehmen Anstieg zu Schloss Grünewald vollziehen. Von dort geht es in kurzer Zeit bergab, diesmal ins Tal der Wupper. Das Rauschen des Flusses wird hier eine Zeit lang vom Lärm des Autobahnkreuz Sonnborn übertönt. Wir lassen dieses Grundrauschen aber schnell hinter uns und steigen auf zur Königshöhe, wo uns im Restaurant Königshöhe die wohlverdiente Stärkung erwartet und die Tour endet. Und vielleicht kannst du später diese Erinnerungen hervorrufen, wenn du das nächste mal auf der A46 oder einer anderen Autobahn im Stau stehst.

Haan ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Mettmann in Nordrhein-Westfalen zwischen Düsseldorf und Wuppertal.“ (Haan)

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Typ: Streckenwanderung
  • Highlights: Ittertal, Schloss Grünewald, Kläranlage Buchenhofen, Kinder- und Jugendfarm
  • Einkehrmöglichkeiten: Heidberger Mühle, Königshöhe
  • Kurzbeschreibung:
    Mittelschwere Wanderung, die auf Grund ihrer Länge und Höhenmeter einiges an Verpflegung erfordert. Am Anfang stetiger, kaum wahrnehmbarer Aufstieg entlang der Itter, dann kurzer, aber steiler Abstieg zur Wupper. Danach geht es direkt wieder hinauf zur Königshöhe, wo im Restaurant Königshöhe eingekehrt werden kann. Bis auf das Stück entlang der Schnellstraße, liegt die Strecke größtenteils außerhalb der Zivilisation.

Komoot Wanderdetails


Beschreibung der Wanderung

Ein wunderschöner sonniger Frühlingsmorgen treibt uns aus den Federn und zum Wuppertaler Hauptbahnhof. Denn von hier aus wollen wir heute die RB 48 nach Haan nehmen, um dann auf Schusters durch das beschauliche Ittertal und das Tal der Wupper gen Heimat zu wandern. Vom Bahnhof in Haan starten wir dann in einer kleinen und geselligen Gruppe – anfänglicher durch die netten Haaner Wohnsiedlungen, um schon kurze Zeit später die Häuser hinter und zu lassen und ins Ittertal hinabzusteigen.

Von Haan ins Ittertal

Kurze Zeit später erreichen wir den Heidberger Mühlsee mit der gleichnamigen Mühle. Wie viele Orten, denen wir auf unseren Wanderungen begegnen, hat auch die 1683 zum ersten Mal erwähnte Heidberger Mühle eine bewegte Geschichte hinter sich. Lange Zeit diente sie in ihrer ursprünglichen Aufgabe als Mühl, doch 1894 außer Betrieb genommen, fungierte sie einige Zeit als Tanzraum. Gleichzeitig wurden die nahen Stallungen und die Scheune in einen Gastraum umgewandelt und seitdem von verschiedenen Betreibern geführt. 2006 wurde die Mühle durch ein Feuer zerstört und anschließend neu hergerichtet.

Nachdem wir die Mühle hinter uns gelassen haben stoßen wir schon bald auf die Überbleibsel eines alten Brunnens. Beim genaueren hinsehen entpuppt dieser sich als alter Gesundheitsbrunnen. Hier lief seit 1931, als der Ittertaler Heimatverein im Rahmen von Verschönerungsarbeiten einen netten Platz mit Sitzgelegenheiten, Baumbepflanzungen und eben dem Brunnen anlegen ließ, Wasser aus einer nahen Quellen durch ein Rohr aus der Mauer. Seitdem ist aber auch hier viel passiert und das Wasser wurde immer mehr zu einem Rinnsal, welches mittlerweile auch keine Trinkwasserqualität hat und fast vollständig versiegt ist. Für uns trotzdem eine gute Gelegenheit unsere eigenen Wasserreserven anzuzapfen und eine kurze Trinkpause einzulegen.

Oberhalb des historischen Freizeitpark Ittertal und der Freiluft-Eisbahn ging es dann über schöne Waldwege und entlang des Itterbachs weiter, bis wir kurz die Straße querend nun dem Bergischen Weg über einen wunderbaren Pfad pfolgen. Zu unserer linken fließt der Itterbach und zu unserer rechten erstrecken sich die saftigen grünen Hänge, an denen wohl auch des öfteren Schafe grasen. Und plötzlich stoßen wir auf ein richtig schönes Fleckchen Erde, auf dessen eingezäunter Weide Esel freche Grimassen ziehen.

Hallo Esel

Zwar grasen hier auch noch andere Tiere, aber die Esel sind die heimlichen Stars. Und mit der Bank, die einen schönen Blick auf den Bach und und die Landschaft bietet, ein Ort der zum verweilen einlädt.

So genießen wir die warmen Sonnenstrahlen im Februar und stärken uns an mitgebrachten Speisen. Ein stimmungsvolles Picknick. Doch bevor der erste Sonnenbrand des Jahres eintreten kann, setzen wir uns wieder in Bewegung und machen uns auf zu unserem nächsten Zwischenziel – Schloss Grünewald. Vorher geht es für uns noch ein kurzes Stück an der Korkenziehertrasse entlang, bevor wir schon die markante Birkenallee zum Schloss Grünewald vor Augen haben.

Eigentlich heißt es Haus Grünewald, aber durch das prunkvolle Anwesen, auf dem sich eine Villa mit englischem Landschaftsgarten befindet, hat sich die Bezeichnung Schloss Grünewald durchgesetzt. Der heutige Bau wurde zwischen 1817 und 1824 an die Stelle einer mittelalterlichen Hofstelle gesetzt und das Areal umfasst einen 4 Hektar großen Landschaftspark sowie einen 8 ha Mischwald.

Nachdem wir eigentlich seit Haan aus, entgegen der Fließrichtung des Itterbachs immer leicht bergan gegangen sind, was nicht wirklich wahrzunehmen ist, haben wir nun die westlichen Ausläufer des Burgholz erreicht. Ab hier ging es nun einmal hinab zur Wupper. An der Wupper befinden sich hier zum einen die Kläranlage Buchenhofen sowie die Kinder- und Jugendfarm. Diese offene, inklusive Einrichtung bietet Kinden und Jugendlichen in Kontakt zur Natur und Tieren zu kommen und den Farmalltag kennen zulernen. Dafür gibt es Tiere, eine Werkstatt, Feuerstellen und viele verschiedene Programmpunkte.

Für uns geht es jetzt darum, die L74 (nach Solingen/ Kohlfurth) und die L418 (vom Sonnborner Kreuz zum Burgholz-Tunnel) zu überqueren. Während wir zuvor nur die Klänge der Natur durch das Plätschern das Wasser, das iaaaaaaa-hen der Esel und das Zwitschern der Vögel wahr genommen haben, ist es nun das Rauschen der Autos, welches sich dominant über alle anderen Geräusche schiebt. Zum Glück haben wir die Straßen über zwei Brücken schnell überquert und erreichen bald die Sambatrasse. Hier stoßen wir auf eine kleine Gruppe Menschen, die mit ihrem Pferd, Pony und Hund unterwegs sind. Sehr süßen Pony.

Knuffige Pony

So ein Pony wäre jetzt auch super, um uns die letzten Meter hinauf zur Königshöhe zu tragen. Aber getrieben vom Hunger erreichen wir schon bald unser Ziel – das Restaurant Königshöhe. Und mit dem Ablegen des Rucksacks, dem Bestellen eines kühlen Getränkes und einer leckeren Pizza kommt auch noch weitere Gäste dazu – die Müdigkeit und Erschöpfung, aber auch Freude über eine sonnige, mit viel Frischluft versehende Wanderung durch tolle Landschaft. Und schon bald war nur noch zufriedenes Schmatzen zu hören.

Leckere Pizza in der Königshöhe

Abschließend kann vom Restaurant Königshöhe innerhalb von fünfzehn Minuten die Bushaltestelle Rhönstraße erreicht werden und von hier die 613 zurück zum Wuppertaler Hbf genommen werden. Oder man macht es wie Lisa, stellt das Auto vorher hier ab und macht allen eine große Freude, indem man sie nach Hause fährt. Danke noch einmal dafür.

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