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Kleingärten 4: Phänomenale Aussichten auf Wuppertal

7,55 Kilometer

2 Stunden 12 Minuten

↗ 210 m ↘ 210 m

ÖPNV: 613/ 613 – Wuppertal Hbf bis Wuppertal Weststraße

Zusammenfassung der Wanderung

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Typ: Rundwanderung
  • Wanderzeichen: K4
  • Highlights: Kleingärtensiedlungen, Ausblick Wuppertal
  • Einkehrmöglichkeiten: Restaurant Königshöhe, Landhauscafé Honigstal
  • Kurzbeschreibung: Aus der Südstadt geht es durch die Häuserzeilen zum Einstieg der Tour, die zu erst durch den „Kleingartenverein Süd-West“ führt. Nach Unterquerung der Zufahrtsstraße zum Kiesbergtunnel führt der Weg hinauf zur Königshöhe durch den „Gartenbauverein Dalster“. Oben angekommen führt die Zeppellinallee in Richtung der „Kleingärtnerverein In den Stöcken“. Durch diesen abwärts geht es entlang des Friedrichsberg in die Stadt zurück.

Beschreibung der Wanderung durch die Kleingärten oberhalb der Wuppertal Südstadt

Heute geht es durch die Kleingärten oberhalb der Wuppertaler Südstadt – und diese Runde hat echt einiges zu bieten. Vor allem beeindruckende Ausblicke auf Wuppertal. Ich beginne die Runde heute an der Steinbeck – genauer der Bushaltestelle Weststraße am Netto. Von hier aus ist es ungefähr ein halber Kilometer Zuweg zum „offiziellen“ Start der Runde K4 durch die Kleingärten. Auf dem Weg durch die Straßen bieten sich mit dem berühmten „Rückblick“ bereits tolle Blicke – unter anderem auf die Kirche St. Suitbertus.

Die Kirche wurde als vierte katholische Kirche (Zentrum: St. Laurentius, Osten: Marienkirche, Norden: Herz-Jesu-Kirche) 1899 errichtet. Im Zuge der Industrialisierung und damit einhergehenden Bevölkerungswachstum in Elberfeld, sollte nun auch die Katholiken der Elberfeld Südstadt ihre eigene Kirche bekommen. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche 1943 so stark zerstört, dass nur noch die Außenmauern übrig blieben. Der Wiederaufbau erfolgte bis 1954.

Blick auf St. Suitbertus

Kurze Zeit später erreichen ich den Startpunkt des Rundweges. Für mich geht es geradeaus weiter den Berg hinauf, von links kommt der Weg durch einen Park, wo ich wahrscheinlich später wieder zurückkommen werde. Über dem Park thront die Bergische Universität Wuppertal.

Start- und Zielpunkt

Nach kurzer Zeit taucht dann der Eingang zu ersten Kleingartensiedlung „Süd-West e.V.“ auf. Auf Zick-Zack-Wegen geht es einmal durch die Siedlung.

Dabei wird zum ersten Mal deutlich, an was für exponierten Lagen mit besonderen Ausblicken die Kleingärten liegen.

Den Kleingarten verlasse ich den interessanter Weise über einen Spielplatz. Dieser erscheint mit den Bäumen und der tiefstehenden Herbstsonne wie ein Überbleibsel aus Jurassic Park.

Spielpatz

Ein schönes Motiv. Und ein Vorgeschmack auf das, was mich heute noch erwartet. Gerade diese kleinen Augenblicke in Mitten einer Großstadt mit knapp 350.000 Einwohnern sind es, die diese Wege in Mitten durch eine Stadt so besonders machen. Zwischen besiedelten Gebieten gibt es sie immer wieder – diese Oasen der Ruhe und Natürlichkeit.

Weiter geht’s durch das Quartier Ossenbeck. Dort finden sich neben frisch sanierten Häusern auch einige Fachwerkhäuser in einer Nebenstraße. Es scheint also ein älteres Siedlungsgebiet zu sein. Unterhalb des Gebietes streckt außerdem der Schornstein des Heizwerks Viehhof.

Unter dem Zubringer zum Kiesbergtunnel geht es nun weiter und im Anschluss führt eine ein Weg link zum „Gartenbauverein Dalster e.V.“ hinauf.

Nun geht es einige Höhenmeter quer durch die Kleingartensiedlung nach oben. Und glaubt mir, der Anstieg lohnt sich. Und ich finde, es ist auch die bessere Richtung des Rundweges, da während des Aufstiegs die Szenerie und der Blick auf Wuppertal nach und nach beeindruckender wird. Würde ich von oben kommen, hätte ich ja direkt das Highlight vor Augen und während des Abstieges würde ich immer weniger sehen. Man kann sich aber auch alles schön reden.

Und dann bin ich im oberen Teil der Kleingartensiedlung, und genieße den Ausblick der sich mir hier bietet.

Abendstimmung in Wuppertal

Bestimmt auch ein entspannter Ort für ein Feierabendbierchen. Das gibt es heute nicht, aber das Restaurant Königshöhe ist auch bald erreicht. Dazu verlasse ich den Kleingarten und erreiche über einen schmalen Waldpfad die Zeppellinallee und damit auch das Restaurant. Da im November coronabedingt keine Einkehr in Restaurants möglich ist, bestelle ich mir eine Pizza Margherita zum mitnehmen, gönne mir vorher eine Tasse Espresso und genieße beides auf der Parkbank in der angrenzenden Allee.

Frisch gestärkt und mit der einbrechenden Dämmerung im Rücken geht es nun für mich auf der Zeppellinallee weiter. Von hier ist auch das Landhauscafé Honigstal erreichbar. Irgendwann reicht es aber auch mit dem Essen und so folge ich der Allee bis kurz vor der Kreuzung zur Rhönstraße ein schmaler Waldpfad nach links abbiegt. Bergab der Hauptstraße geht es am Schwarzwaldhaus vorbei und zur linken Seite öffnet sich der Blick ins Tal und über die sogenannte „Kochs Wiese“.

Dann kommt der „Kleingartenverein In den Stöcken e.V.“ in den Blick, als ich die Straße nach links verlasse. Über einen entspannten Weg geht es geschwungen durch die Siedlung und es bleibt wieder einmal genügen Zeit den Blick schweifen zu lassen und festzustellen, dass die Kleingärten sehr idyllisch im Tal liegt.

Mit der voranschreitenden Dämmerung ändert sich auch die Lichtstimmung. Aber natürlich wird es auch dunkler, und so bin ich relativ froh, dass ich den Kleingarten bald hinter mir gelassen habe und auf den letzten Wegabschnitt, der mich um den Friedrichsberg herumführt, einbiege.

Was für eine Punktlandung. Die letzten Minuten ist die Nacht schlagartig hereingebrochen – und das schon um kurz vor fünf. Zum Glück bin ich jetzt nicht mehr im tiefsten Wald unterwegs, sondern kann die letzten Meter relativ unproblematisch zurücklegen. Und die Nacht sorgt natürlich dafür, dass sich die Uni nun auch in alle Pracht und festlich beleuchtet zeigt.

Uni in der Abendstimmung

Fazit

Wahnsinn. Über die Wanderzeichen zu den Touren durch die Kleingärten bin ich schon öfters gestoßen – aber besonders interessant habe ich sie nicht erwartet. Das hat sich nach dieser Tour komplett geändert, denn die Kleingärten liegen im Wuppertaler Stadtgebiet verstreut an sehr besonderen Orten mit wahnsinnigen Ausblicken. Eine absolute Empfehlung und umso gespannter bin ich auf die weiteren Touren durch Wuppertals Kleingärten.

Komoot Wanderdetails

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