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Etappe 1: Rund um Wuppertal | Von Wülfrath-Aprath nach Dönberg

11,8 Kilometer

3 Stunde und 02 Minuten

4,4 km/h

↗ 330 m ↘ 226 m

Niedrigster Punkt: 180 m

Höchster Punkt: 310 m

An-/ Abreise ÖPNV: Wuppertal Hbf – Wülfrath-Aprath (S9 – 15 min)

Rückfahrt: Am Krüppershaus – Wuppertal Hbf (CE65 | 627 + SEV)

Zusammenfassung der Wanderung


Ein neues Jahr. Und ein neues Projekt. Einmal rund um Wuppertal. Was mit rund 100 Kilometern recht lang erscheint, wirkt zerteilt in kleine „Wander-Appetithäppchen“ schon schmackhafter. In insgesamt sechs Etappen wollen wir dieses Jahr Wuppertal umrunden und die Stadt von Norden, Osten, Süden und Westen betrachten. Die erste Etappe wird hierbei von Wülfrath-Aprath bis nach Dönberg führen, so dass wir im Nordwesten der Stadt beginnen.

„Dönberg ist ein Ortsteil und Wohnquartier des Wuppertaler Stadtbezirks Uellendahl-Katernberg und gehört zum Stadtteil Elberfeld.“ (Dönberg)

  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Typ: Streckenwanderung
  • Highlights:  Gut Steinberg, Hochhäuser Eckbusch, Heidackerbach, Fernmeldeturm Westfalenweg
  • Einkehrmöglichkeiten: Bäckerei Myska – Eckbusch
  • Kurzbeschreibung: Mit der S9 geht es von Wuppertal Hbf nach Wülfrath-Aprath. Mittellange Wanderung mit leicht ansteigendem Profil durch abwechslungsreiche Wohngegenden und idyllische Landschaften mit weiten Blicken über Bäche, Felder und Wälder. Immer wieder geht es entlang alter Hofschaften – Hühner, Hunde und Pferde sind keine Seltenheit. Am Ende erreichen wir den Dönberg und nehmen von der Haltestelle Am Krüppershaus den Bus zurück zum Wuppertaler Hbf.

Komoot Wanderdetails


Beschreibung der Wanderung

Rund um Wuppertal. Rund hundert Kilometer. Und davon haben wir am 09.02.2019 die ersten zwölf bewältigt. Es war ein schöner Einstieg in die Umwanderung unserer Heimatstadt. So richtig wussten wir nicht was uns auf der heutigen Strecke erwartet, als wir uns um kurz vor zehn mit der S9 vom Wuppertaler Hauptbahnhof in Richtung Wülfrath-Aprath aufmachten. Aber die gut 15-minütige Fahrt konnte jeder nochmal Nutzen, um richtig wach zu werden.

Dann ging es los und spätestens nach den ersten Metern war auch die letzte Müdigkeit wie vom Winder verweht – im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder pfiffen uns starke Böen um die Ohren. Doch wir waren bei starkem Westwind zum Glück in Richtung Osten unterwegs, so dass der der Wind heute eher unterstützenden Charakter hatte – vor allem da er auch die Wolken munter vor sich herschob und somit immer wieder Wolkenlücken rissen, durch die die Sonne munter hervorlugen konnte. Trotz eher schlechter Vorhersage blieben wir vom Regen verschont (hier geht ein Dank raus an Björns Glücksregenjacke).

Auf geht’s auf bekannten Wegen

Die ersten anderthalb Kilometer ging es auf dem selben Weg wie bei unserer Jahresabschlusstour an Silvester entlang, nur dass wir diesmal einen deutlich besseren Blick hatten. Nachdem wir diesmal die Autobahnbrücke der A535 unterquert hatten, bot sich uns nach einem kurzen Aufstieg zum ersten Mal der Blick auf die Hochhäuser am Eckbusch.

Kaum zu glauben, dass Ende des 19. Jahrhunderts dort nur eine kleine Hofschaft mit zwei Wohnhäusern und knapp 20 Einwohnern vorhanden waren. Nach und nach entwickelte sich eine städtische Siedlungsstruktur rund um die Hofschaft und in den 1960er/ 70er Jahren wurde diese endgültig abgetragen und durch die architektonisch wertvollen Hochhäuser ersetzt. Das Freibad Eckbusch wurde übrigens schon in den 30er Jahren erbaut.

Umso überraschender war es dann, dass die Hochhäuser verschwanden, je näher man Ihnen kam und schlussendlich auf unserem Weg kaum wahrzunehmen waren. Zwischenzeitlich ging es über schöne Waldwege unter knarzenden Baumwipfeln her, die sich unter der Last der immer wieder auftauchenden Böen bogen.

Anschließend ging es durch abwechslungsreiche Wohngebiete in dem kein Haus dem anderen glich. Von schlicht bis verschnörkelt, von alt bis modern und steril bis gemütlich, hier war alles dabei und machte diesen Teil durch bewohntes Gebiet sehr interessant. Dann erreichten wir die Grenze Jagdhaus, an der für die Elberfelder früher das Stadtgebiet zu Ende war und das „Grüne“ begann. Von hier für fuhr die Straßenbahn bis nach Neviges, Velbert oder Hattingen. Also freie Wahl bei den Ausflugszielen. Die Bergische Kleinbahn AG hatte somit ein für damalige Zeit beachtliches Gleisnetz bis zur Ruhr aufgebaut.

Gruppenfoto

Für uns war mit dieser Grenze die erste Hälfte vorbei, so dass wir uns in der Bäckerei Myska mit Brötchen und Heißgetränken versorgten und eine gemütliche Pause einlegten. Dort gab es laut verschiedensten Einschätzungen sehr interessante Brote …

Kaffeepause im Myska

Gestärkt und gewärmt ging es dann weiter durch die Eigentumssiedlung Metzmachersrath. Diese wurde in den 30er Jahren als Siedlung für die SA angelegt. Von hier aus hat man auch einen guten Blick auf den Fernmeldeturm Westfalenweg. Der 1978 aus Stahlbeton errichtete, 128 Meter hohe Turm ist unter anderem auf der Frequenz 107,4 für die Verbreitung von Radio Wuppertal zuständig. Gleichzeitig erhaschen wir auch immer wieder einen Blick auf das Atadösken, den auf Grund seiner Form bekanntesten Wuppertaler Wasserturm. Den Namen verdankt der knapp über 40 Meter hohe Turm übrigens seiner Ähnlichkeit zum Behältnis des damals bekannten Scheuermittel Ata.

Fernmeldeturm und Atadösken – Blick zurück

Kurz darauf verlassen wir dann endlich wieder das asphaltierte städtische Gebiet und biegen in die Kleingartenanlage Wolfsholz-Elsternbusch. Rund um den Bau der A46 und der Bergischen Universität bekamen viele Wuppertaler hier eine Ersatzlaube, da die Baumaßnahmen an einigen Stellen die Aufgabe anderer Kleingärten erforderte.

Auf abwechslungsreichen Pfaden und an immer wieder auftauchenden kleinen Hofschaften vorbei, entlang kleiner Bäche und mit dem Blick über die hügeligen Landschaften in der Ferne sowie den vom Wind rauschenden Baumwipfeln über den Köpfen ging es dann immer weiter in Richtung Dönberg.

Der letzte Teil spielte die Stärken des Weges aus und machte bei allen Lust auf mehr und so ging es beschwingten Schrittes dem Etappenziel entgegen.

Beschwingt die Straße entlang

Als wir die Horather Schanze (stellt die Wasserscheide zwischen Wupper und Ruhr da) erreichten und damit das Ende der ersten Etappe führt der Wanderweg „Rund um Wuppertal“ nach links weiter. Der Blick auf den Weg, der sich traurig ohne uns in die grüne und wellige Landschaft verabschiedete, macht Lust auf mehr. Aber keine Sorge, bald gehen wir auch dir weiter.

Für uns ging es stattdessen heute noch ein paar Meter weiter nach Dönberg. Der Wuppertaler Ortsteil mit knapp 5.000 Einwohnern liegt auf 300 Metern und wurde im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform 1975 in Wuppertal eingegliedert. Zuvor waren Neviges, dass nun zu Velbert gehört, und Dönberg einem Gebiet zugehörig.

Für uns ging es bis zur Haltestelle Am Krüppershaus, von wo wir den CE 65 bis zum Wuppertaler Hbf nahmen. Kaum waren die Sitzplätze eingenommen, kam auch die Müdigkeit und so wurde die Fahrt sehr wohlwollend genossen.

Eine sehr schöne Tour, die uns allen sehr viel Lust auf die weiteren Etappen des Weges „Rund um Wuppertal“ gemacht hat.

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8 Comments
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Cora
1 Jahr zuvor

Eine tolle, abwechslungsreiche Wanderung. Hat viel Spaß gemacht!

Lars
1 Jahr zuvor

Eine sehr schöne Tour mit vielen unterschiedlichen Eindrücken und einer tollen Wandertruppe. Und der Wanderführer ist erste Sahne. Gerne bald wieder.

[…] dieses Jahr Wuppertal umrunden und die Stadt von Norden, Osten, Süden und Westen betrachten. Die erste Etappe haben wir bereits im Februar bewältigt, als wir von Wülfrath-Aprath bis nach Dönberg gewandert […]

[…] dieses Jahr Wuppertal umrunden und die Stadt von Norden, Osten, Süden und Westen betrachten. Die erste Etappe haben wir bereits im Februar bewältigt, als wir von Wülfrath-Aprath bis nach Dönberg gewandert […]

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