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Wanderparkplatz Jägerhaus: Rundweg A3 – Laut und leise

5,32 Kilometer

1 Stunden 27 Minuten

↗ 80 m ↘ 80 m

ÖPNV: 636 – Wuppertal Oberbamen bis Wuppertal Jägerhaus

Zusammenfassung der Wanderung

  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Typ: Rundwanderung
  • Wanderzeichen: A3
  • Highlights: Blombachtalbrücke, A1
  • Einkehrmöglichkeiten: Essen’z Restaurant am Jägerhaus, Restaurant Elektra Wuppertal
  • Kurzbeschreibung: Vom Wanderparkplatz geht es zuerst über die Blombachtalbrücke oberhalb der A1. Nach einem Abstieg durch den Wald führt der Weg unterhalb und zwischen der A1 entlang, bevor es nach einem Stück entlang der Straße in den Marscheider Wald geht. Über schöne Waldwege führt der Weg dann zurück zum Wanderparkplatz, wobei auf den letzten Metern noch einmal schöne Blicke auf das Marscheider Tal geboten werden.

Beschreibung der Wanderung unter und über der Bundesautobahn 1

Bei schönem Wetter ist der Wanderparkplatz Jägerhaus sehr schnell überfüllt. Deshalb bin ich heute auch relativ früh vor Ort, um auf die kurze Runde zu starten. Mit von der Partie ist heute Snooker, der mich auf der Tour gerne begleiten möchte. Wenn du keinen Parkplatz mehr findest, kannst du auch über die Blombachtalbrücke fahren und direkt nach Überquerung der Brücke den Parkplatz benutzen. Hier führt der Weg auch hinunter in den Wald.

Ich starte heute aber vom Wanderparkplatz und überquere die knapp 300 Meter lange Brücke zu Fuß. Die knapp 50 Meter hohe Brücke überquert die A1 sowie die Bahnstrecke Wuppertal-Solingen, auf der die S7 verkehrt. Die A1 ist übrigens mit 749 Kilometern nach der A7 und der A3 die drittlängste Autobahn. Dafür führt sie durch die meisten Bundesländer (7 Stück).

Nach der Brücke geht es auf dem bereits erwähnten Parkplatz nach rechts ab in den Wald. Dort kann ich auf einem schön durchs Laub verlaufenden Pfad dem Wanderzeichen A3 folgen. Der Pfad stößt nach kurzer Zeit auf eine Asphaltstraße, die mich zur Unterquerung der A1 führt.

Wie kann man denn so bekloppt sein und direkt einen Wanderweg entlang der Autobahn legen? Das war so ein bisschen mein Gedanke vor dieser Runde. Es ist bestimmt laut und was soll es da schon interessantes geben. Und wenig überraschend ist es laut – aber es ist schon spannend, einmal zwischen zwei Fahrtrichtungen entlang zu spazieren. Die Autobahn umrahmt hier eine recht große Freifläche, in welcher der Blombach fließt und es große Regenauffangbecken gibt. So eine Landschaft hätte ich hier eigentlich nicht erwartet.

Nach Unterquerung der A1 in Fahrtrichtung Dortmund, komme ich an der Bushaltestelle Werbsiepen heraus. Hier gibt es auch ein griechisches Restaurant (Elektra). Mit Snooker folge ich der Straße einige hundert Meter den Berg hinab, bis es nach rechts über eine kleine Hofschaft und über einen kleinen Pfad rechts an den Gebäuden vorbei endlich in den Marscheider Wald geht.

Und gerade dieser Kontrast von lärmender Autobahn zum ruhigeren Wald macht diese Tour so interessant. Und wieder einmal merke ich, wie gut der Eintritt in den Wald tut – gerade wenn vorher das komplette Gegenteil der Fall war. Das Rascheln des Herbstlaubs beim Durchschreiten, das Rauschen des Windes in den Baumkronen – angenehme Naturgeräusche. Und auch Snooker gefällt es deutlich besser.

Aber auch im Wald gibt es Kontraste. Dem herbstlich, in allen möglichen Rot-Tönen leuchtenden Laubwald, steht ein ein geschröpfter, lichter Nadelwald gegenüber. Es gibt kahlgeschlagene Flächen – und auf der anderen Seite Vogelnester in den Baumkronen.

Entspannt schlendere ich nun durch den Marscheider Wald und folge dem Wanderzeichen auf breiten Forstwegen. Dabei bietet sich sogar teilweise ein weiter Blick bis in den Wuppertaler Norden. Dieser Wuppertaler Fernblicke sind immer wieder besonders. Aber auch direkt vor der Nase zaubern die Sonnenstrahlen ein beeindruckendes Farbspektrum im Wald hervor – und setze Bäume und Farne in ein besonderes Licht.

Kurz vor Schluss bietet sich dann noch einmal ein Blick auf das idyllische Marscheider Tal. Die Pferde grasen und genießen wahrscheinlich genauso die Ruhe und die schöne Szenerie.

Marscheider Pferde

Oberhalb der Pferdewiese geht es dann die letzten Meter zurück zum Wanderparkplatz.

Fazit

Natur und Technik. Wald und Autobahn. Erholung und Lautstärke. Entschleunigung und Beschleunigung. Das alles kann man auf dieser gut fünf Kilometer langen Runde erleben. Und es ist ein spannender Kontrast, der mich die Atmosphäre des Waldes umso mehr genießen lässt.

Komoot Wanderdetails

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