Bergisches LandProjekteRundwegWuppertal

Aussichtsreiche Rundwanderung im Wuppertaler Nord-Osten

10,1 Kilometer

2 Stunden 48 Minuten

↗ 170 m ↘ 170 m

ÖPNV: 613 – Wuppertal Hbf bis Wuppertal Falkenberg

Zusammenfassung der Wanderung

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Typ: Rundwanderung
  • Wanderzeichen: A3
  • Highlights: Bayer Aprath, Hofgut Steinberg, Kalkstein Denkmal
  • Einkehrmöglichkeiten: Das Johann`s Café
  • Kurzbeschreibung: Vom Wanderparkplatz in der Berg geht es ein kurzes Stück bergauf, wo bereits der erste von unzähligen Ausblicken wartet. Vorbei am Bayer Forschungszentrum in Aprath und der Siedlung Eckbusch geht es über breite Feldwege und unglaubliche Aussichten weiter. Nach der Durchquerung eines kleines wunderbaren Buchenwaldes geht es unter der Brücke der A535 in Richtung Aprath. Einem schmalen Pfad folgen wir durch die Siedlung in Richtung Pahlkestraße. Von hier führt der Rest des Weges über sanft verlaufende Waldpfade in Richtung Ausgangspunkt zurück.

Beschreibung der Wanderung durch den Wuppertaler Nord-Osten

So oft wird vom goldenen Oktober gesprochen – aber zu dieser Wanderung hat mich der goldene November getrieben. Die Sonne lacht und bei milden 15 bis 20 °C mache ich mich am frühen Nachmittag vom Wuppertaler Hauptbahnhof mit der Linie 613 in Richtung Eckbusch. Aber die Siedlung Eckbusch werde ich erst nach gut einer Stunde zu Fuß erreichen, denn den Bus verlasse ich schon bei der Station Richter. Aber auch eine Station später (Falkenberg) könnt ihr den Bus genauso noch verlassen und den Startpunkt der Tour am Regenrückhaltebecken „In der Beek“ erreichen.

Regenrückhaltebecken In der Beek

Der prägende Bach ist die Varresbeck. Der Varresbecker Bach mündet nach 3,2 Kilometern an der Schwebebahnstation Varresbeck in die Wupper. Varresbecker Bach ist übrigens eine Tautologie, da Varres“beck“ bereits das gleiche bedeutet. Beck bedeutet Bach und so ist das Wort doppelt gemoppelt. Doch den Bach überqueren wir direkt zu Beginn der Runde und werden auch erst zum Ende wieder auf ihn stoßen.

Mit Überquerung des Baches tauche ich direkt in das Waldgebiet ein. Ab hier kann ich dem Wanderzeichen A3 folgen, welches überwiegend gut ersichtlich ist. Dabei bricht die Sonne durch das schon herbstlich lichte Kronendach, als ob sie mich begrüßen möchte. Bei den aktuell dunklen und kurzen Tagen eine angenehme Überraschung. Und umso mehr freue ich mich, als ich nach dem ersten kurzen Anstieg das Waldgebiet verlassen und mich ein blauer Himmel mit dazugehöriger strahlender Sonne, die nun noch kräftiger scheint, erwartet.

Oben angekommen wandelt sich natürlich die Landschaft deutlich. Vom engen bewaldeten Tal auf die weiten Höhenzügen und mit einem damit verbundenen weiten Ausblick – der mich wundern lässt, ob ich mich tatsächlich noch in Wuppertal befinden.

Aber da schweift der Blick kurz nach Rechts und damit prägen die Hochhäuser in Eckbusch sowie das Forschungszentrum Aprath von Bayer das Blickfeld – zwei klare Indizien, dass ich mich doch in Wuppertal befinde. Was echt spannend bei dieser Tour ist, dass die Hochhäuser immer als Anhalts- und Orientierungspunkt dienen. Zuerst bewege ich mich auf die Siedlung zu und im Anschluss wieder weg, so dass ich immer ein gutes Gefühl dafür habe und mir verdeutlichen kann, wie weit ich denn schon unterwegs bin.

Blick auf Eckbusch und das Forschungszentrum

Vorher führt der Weg über schmale Pfade zwischen den Felder entlang, auf denen ich immer wieder den Weitblick genießen kann. Dann geht es entlang des gesicherten Gelände des Forschungs- und Entwicklungszentrums von Bayer. Hier werden neue Wirkstoffe erforscht, wobei der Schwerpunkt auf der Kardiologie und Onkologie liegt.

Eingezäuntes Gelände Bayer

Der Kontrast zwischen Waldgebiet und Kühen auf den Weiden mit dem eingezäunten Forschungsgelände ist schon spannend. Genauso wie der Eintritt in die Siedlung Eckbusch, welches von einem Spielplatz und Einfamilienhäusern gekennzeichnet ist. Auch ein Kontrast zu den im Hintergrund aufragenden Hochhäusern.

Und der Ausgang aus der Siedlung – zurück auf die Feldwege – könnte verlockender kaum sein:

Freier Gang voraus

Felder links und rechts bedeuten auch wieder die Möglichkeit den Blick schweifen lassen. Dies kennzeichnet bereits die gesamte Tour bisher und ist besonders bei der klaren Luft sehr beeindruckend. Im Anschluss geht es durch einen imposanten alten Buchenwald. Es fühlt sich an, als ob man durch eine imposante Halle läuft und ich selber nur ein kleiner Teil des gesamten Werkes bin.

Auf diesem Teil wandern wir bis zum Hofgut Steinberg auf der ersten Etappe des Rundwegs „Rund um Wuppertal“. Dabei geht es unter anderem unter der Autobahnbrücke der A535 und am Weiher am Hofgut entlang. Was eine Kombination aus Natur und Technik. Das nimmt auch der Graureiher im Bildhintergrund war, während er seelenruhig auf einen auftauchenden Fisch wartet.

Spiegelsee
Trecker auf Wiese

Als nächstes erwartet uns das Gebiet Dornap, welches ich durch ein Waldstück erreiche und über einen schmalen Feldweg, der zwischen den Häusern entlang führt, wieder verlasse.

Aber auch in Dornap gibt es etwas zu entdecken – und zwar diese Kalksteindenkmal. Es erinnert daran, dass hier vor 300 Millionen Jahren der Kalkstein entstand. Und hier wo ich jetzt stehe ein Meer und keine Land war.

Dem Weg folge ich und komme kurze Zeit später in der Siedlung an der Pahlkestraße heraus. Auch hier waren wir dieses Jahr bereits in der ersten Wanderung der Reihe „Quer durch Wuppertal“. Der einzigartige Blick herrscht hier noch immer vor – nur diesmal ruft der Blick auf die Hochhäuser Eckbusch etwas anderes hervor. Nämlich die Verwunderung, wie weit ich die Häuser schon wieder hinter mir gelassen habe.

Blick zurück

DIe Pahlkestraße gehe ich diesmal hinab und biege nach den letzten Häusern links auf einen Waldweg ein, der mich unterhalb der Häuser auf leicht geschwungenen Waldwegen oberhalb des evangelischen Friedhofsf Krummacherstraße, auf dem auch Pina Bausch beerdigt ist, zurück zum Start bringt.

Kurz vor dem Ende öffnet sich zur rechten Seite noch einmal ein interessanter Blick ins Tal und auf den Schornstein des ehemaligen HKW Elberfeld. Sollte noch genug Zeit sein, bevor der Bus ankommt oder du mit dem Auto da sein, ist es ein perfekter Ort, um die Runde noch einmal Revue passieren zu lassen und dabei den Ausblick zu genießen.

Bank kurz vor dem Ende

Eine tolle Runde, die mal wieder zeigt, wie wunderbar vielseitig Wuppertal ist. Auf zehn Kilometern bieten sich abwechslungsreiche Passagen und einen Einblick in den Kontrast zwischen Technik und Natur, der Wuppertal so einzigartig macht.

Komoot Wanderdetails

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